profetidellaquinta 2015

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Mittwoch, 13. April 2016,
20 Uhr | 19.15 Uhr
Dom St. Jakob

Das Hohelied der Liebe
Vokalmusik der Spätrenaissance aus Tirol & Italien

Werke von: Leonhard Lechner, Salomone Rossi & Elam Rotem

Ensemble Profeti della Quinta
Elam Rotem – Cembalo & Leitung

Das Vorkonzert musste leider kurzfristig wegen Krankheit abgesagt werden.

Leonhard Lechner, der aus Südtirol stammte, zählt zu den anerkanntesten Komponisten, die um 1600 in deutschen Landen tätig waren: Mit Stolz verwies er durch den selbst gewählten Beinamen Athesinus (Der Etschländer) auf seine Herkunft. Mit seinen Gesellschaftsliedern und evangelischen Sakralwerken schuf Lechner Höhepunkte der Vokalmusik der Spätrenaissance. Als sein bekanntestes Meisterwerk gelten die Deutschen Sprüche von Leben und Tod, die in einer postumen Handschrift von 1606 überliefert sind:
Für die Vertonung der eindrucksvollen Verse des württembergischen Hofdichters Georg Rodolf Weckherlin, die von der Vergänglichkeit alles Irdischen handeln, fand Lechner eine sehr persönliche, expressive Tonsprache, die auch Das erst und ander Kapitel des Hohenliedes Salomonis, seine Vertonung von Texten aus dem biblischen Hohelied der Liebe, charakterisiert.
Das junge Vokalensemble Profeti della Quinta stellt Leonhard Lechners Werke in einen spannenden Kontext: Neben neuen Kompositionen im frühbarocken Stil seines musikalischen Leiters Elam Rotem interpretiert es Motetten des Mantuaner Hofmusikers Salomone Rossi, die auf hebräischen Texten - unter anderem wiederum aus dem Hohelied - basieren und als Musik für den Gottesdienst in der Synagoge bestimmt waren. Salomone Rossi ist einer jener zu Unrecht kaum bekannten Komponisten, für die sich die in Basel beheimateten Profeti della Quinta seit vielen Jahren mit großem Erfolg einsetzen. Das Ensemble ist auf den internationalen Konzertpodien zu Hause und wurde für seine CD-Aufnahmen bereits vielfach ausgezeichnet.

www.quintaprofeti.com

 



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