In seinem siebten Programm widmet sich das französische Damenensemble Les Kapsber’girls einem symbolträchtigen Teil der französischen Musik, der am Ende des 16. und am Beginn des 17. Jahrhunderts Furore machte: der Air de cour. Ein rein weltliches Musikrepertoire, das auf Texten von raffinierter Poesie oder im Gegenteil Schilderungen von Alltagsszenen basiert, die humorvoll und spöttisch behandelt werden; eine Musik, deren Ausdruckskraft und rhetorische Qualitäten perfekt auf die menschliche Stimme zugeschnitten sind; ein Genre, das besser nicht zu dem fröhlichen Quartett passen könnte! Die Vorliebe der vier Musikerinnen für volksinspirierte Musik ist bekannt, war doch ihr letztes Konzert-Triptychon ganz diesem Thema gewidmet: von französischen Brunettes über italienische Villanelle bis hin zu iberischen Tonos Humanos. Es ist also kein Zufall, dass die Kapsber’girls sich entschlossen haben, dieses vorbarocke Repertoire zu erkunden, das seinen Ursprung in berührenden Volksweisen hat. Ursprünglich begleitet von der Laute, die damals an den Höfen Frankreichs ihre Blütezeit erlebte, und später ergänzt durch die Viola da gamba, deren Klangqualitäten der menschlichen Stimme entsprechen, bieten die Hofmelodien dem Quartett ein neues Betätigungsfeld, auf dem es – getreu seiner künstlerischen Linie – bezaubernde Werke wiederbelebt, die bis heute in Vergessenheit geraten sind, und gleichzeitig mit seiner ihm eigenen Energie einige unverzichtbare Kernstücke und Schlüsselwerke dieses in mehrfacher Hinsicht außergewöhlichen Repertoires ganz neu interpretiert.
18.45 Uhr Einführungsgespräch mit den Musikerinnen
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The Kapsber’girls
Alice Dupont-Percier – Sopran
Axelle Verner – Mezzosopran
Garance Boizot – Viola da gamba
Albane Imbs – Lauteninstrumente & Leitung