Echos aus Deutschland, Holland & Italien - Frühbarocke Klangperlen

Werke von J. P. Sweelinck, S. Scheidt, H. Scheidemann, G. Bassano, F. Rognoni, G. Frescobaldi & N. Corradini

Die archaische Urform des Zinks ist das Tierhorn, in das nachweislich schon im alten Ägypten Grifflöcher gebohrt wurden, um es als Blasinstrument zu verwenden. Im ausgehenden Mittelalter wurde das Instrument weiterentwickelt, in der Renaissance in verschiedenen Größen gebaut und immer beliebter. Der Zink fand in der Kirchenmusik ebenso Verwendung wie im profanen Bereich. Um 1600 machten Zinkenvirtuosen wie Luigi del Cornetto aus Ancona, den der Musiktheoretiker Giovanni Maria Artusi ebenso pries wie sein Instrument, das er als schwierig, aber sehr schön apostrophierte. Die Dänin Lene Langballe entdeckte den Zink während ihres Blockflötenstudiums an der renommierten Schola Cantorum Basiliensis für sich. Sie ist eine Nachfahrin jener Kopenhagener Stadtmusikanten, die das Zinkenspiel noch im späten 18. Jahrhundert pflegten, als das Instrument in Italien schon längst aus der Mode gekommen war. Dass die Kombination Zink und Orgel überaus reizvolle und vielfältige musikalische Möglichkeiten bietet, das zeigt Lene Langballe gemeinsam mit ihrem Musizier- partner Søren Gleerup Hansen, einem der renommiertesten Organisten Dänemarks.

Mit Unterstützung des Katholischen Bildungswerks Tirol

Sonntag, 22. Mai 2022
20
Uhr
Pfarrkirche Mariahilf

Lene Langballe – Zink & Blockflötenֺ
Søren Gleerup Hansen – Orgel

22 Mai
20
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