In dieser Konzertsaison zieht es uns gleich zweimal in südlichere Gefilde: Auch die Orgeltagesfahrt führt uns in unser Nachbarland Italien, genauer gesagt in den frühlingshaften Südtiroler Vinschgau, der in früheren Zeiten aufgrund des sehr intensiven Getreideanbaus als Kornkammer Tirols galt. Bekannt und berühmt ist Südtirol unter anderem ja auch für seine prächtigen, mächtigen und gut erhaltenen mittelalterlichen Burgen; eine der am besten erhaltenen steht daher gleich als erstes Ziel nach unserer Anreise über den Reschenpass am Programm: die Churburg, die nach Erbstreitigkeiten anno 1537 in den Besitz der Grafen Trapp überging, die bis zum heutigen Tag als Burgherren fungieren. Aber nicht nur die gesamte Burganlage, sondern auch die kostbare Baldachin-Orgel von Michael Strobl aus dem Jahr 1559 ist bestens erhalten: Dieses in seiner Eigenart weltweit absolut einzigartige Instrument beeindruckt aufgrund seiner reichhaltigen Dekoration nicht nur optisch, sondern wegen seines nahezu vollständig originalen Pfeifenbestandes vor allem auch klanglich und beschert uns ein sehr seltenes Originalklang-Erlebnis der Spätrenaissance. Unsere Mittagspause verbringen wir in Schluderns. Der Nachmittag führt uns dann zu den barocken Orgeln der Pfarrkirche St. Luzius (Carlo Prati, 1651) in Tiss bei Goldrain und der Spitalskirche (Andreas Jäger, 1741) in Latsch. Der Heimweg über den Brenner lässt eventuell noch einen Zwischenstopp in Partschins zu, wo wir das barocke Orgelpositiv des Kirchleins St. Helena in der Töll (Johann Caspar Humpel, 1704) besuchen.
Anmeldung: ab 5. April 2027 (für Vereinsmitglieder ab 2. April 2027) unter office@innsbrucker-abendmusik.at oder +43 699 11170566
Kosten:
€ 150 pro Person
(Fahrt im Moser Komfortbus, Mittagessen, sowie alle Eintritte)